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FLUG
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Frankfurt - Tokio - Sydney

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AUSTRALIEN
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SYDNEY:

In der Hauptstadt von New South Wales war ich insgesamt 8 Tage. Am ersten Tag war es sehr heiss, 38 Grad. Dann wurde das Wetter besteandig schlechter und ich hab mir ne Erkaeltung eingefangen. Durch das schlechte Wetter viel auch mein Besuch der Blue Mountains aus. Gesehen hab ich dafuer die Oper, die Harbour Bridge, die Royal Botanic Gardens, das Aquarium, Darling Harbour, den Chinese Garden of Friendship. The Rocks und vom Sydney Tower aus die ganze Stadt. Die Stadt ist sehr hektisch und im Central Buisness District, wo ich die ganze Zeit gewohnt habe, gibt es sehr viele Wolkenkratzer. Sydney ist sehr teuer, sowohl bei Unterkunft als auch bei Essen. Dafuer kann sie auch sehr lebendig und froehlich sein.

GRIFFITH:

Griffith liegt 6h westlich von Sydney, so fast gerade ueber Melbourne. Es ist auf den ersten Blick eine typisch australische Kleinstadt. Eine grosse Hauptstrasse mit vielen Geschaeften, viele Vororte mit grossen Wohnviertel und sehr reich. Aber halt nur auf den ersten Blick. 60% der Bewohner hier sind italienischer Herkunft, dazu kommen viele Inder, Tuerken, Pakhistani und Marokkaner. Die Italiener sind die reiche Oberschicht, sie besitzen fast alle grossen Farmen. Die Jugendlichen hier sind teilweise sehr aggressiv. Abends wagt man sich hier lieber nicht allein auf die Strasse. Schon gar nicht als "Auslaender". Ich kenne ein paar Backpacker, die hier schon zusammengeschalgen wurden. Auch in der Disco wird oft Streit gesucht. Daran sind auch oft die Araber beteiligt. Und als Maedchen hat man es doppelt schwer.
Rund um Griffith ist es flach, die 15km entfernten Coccoparra Ranges kann man aber sehr schoen sehen. Da ist auch ein Nationalpark.

MELBOURNE:

Melbourne ist die Hauptstadt vom Bundesstaat Victoria. Es ist fast so gross wie Sydney, aber von der Atmosphaere her ganz anders. Viel mehr Kultur, nicht so hektisch, wirkt viel charmanter und freundlicher. Durch Mebourne fliesst der Yarra River, der ruhige Pol der Stadt. Dort kann man herrlich entspannen und drum herum gibt es Parks und den Botanischen Garten. In Melbourne gibt es sehr zentrumsnah viele grosse Sportstaetten, z.B. den Melbourne Cricket Ground. Fuer die Touristen gibt es eine kostenlose Strassenbahn, die City Circle Tram.
Auf dem Queen Victoria Market, dem groessten Markt in der suedlichen Hemisphaere, waren wir viel bummeln. Wir haben dem Crown Casino einen Besuch abgestattet, eine Kaffeefahrt auf dem Yarra River gemacht, sind durch den Botanischen Garten spaziert und ich bin am Yarra River entlang gejoggt.

GREAT OCEAN ROAD:

*Tag 1 (22.11.04)*

Torquay -
Hier beginnt die Great Ocean Road und wir haben gleich dem fuer seine hohen Wellen beruehmten Bell's Beach einen Besuch abgestattet. Es war aber extrem kalt und windig, also nix mit baden. Hier gab es auch schon diese Sandsteinklippenkueste und das Meer war wunderschoen tuerkis.

Anglesea -
Dieser kleine Fischerort ist bekannt fuer die auf dem Golfplatz grasenden Kangaroos. Das durften wir uns natuerlich nicht entgehen lassen. Da lag wirklich mitten auf dem Golfrasen eine Gruppe von 30 Kangaroos. Bis auf 10m konnten wir uns ihnen sogar naehern.

Cape Patton -
Hier waren wir am Strand Muscheln sammeln. Der Strand war echt riesig und mit ganz feinem Sand. Aber leider immer noch kein Badewetter.

Lorne -
Hier haben wir einen kleinen Abstecher zu den Erskine Falls gemacht. Der Wasserfall war wirklich schoen, nur auf dem Rueckweg waren hunderte von Stufen zu erklimmen. Ein Stueck weiter gab es die Straw Falls, da sind wir zur Fotosession hochgeklettert.

Cape Otway -
Das ist der suedlichste Punkt der Great Ocean Road, aber leider waren wir zu spaet dran, um den Leuchtturm ansehen zu koennen. Der hatte leider schon geschlossen.

12 Apostel -
Das Ziel unseres ersten Reisetages. Da wir ein gutes Stueck vor Sonnenuntergang dort ankamen, sind wir wieder ein Stueck zurueck gefahren und die sogenannten Gibbson Steps an den Strand runter gelaufen. Die Felsklippen an diesem Abschnitt waren wirklich hoch, da verliert man jegliches Augenmass. Aber 30m werden es schon gewesen sein. Dort standen auch 2 der 12 Apostel, die man nicht auf den bekannten Bildern sieht. Wirklich beeindruckend, wie sie aus dem Wasser ragten.
Einen schoenen Sonnenuntergang hatten wir leider nicht. Zuviele dunkle Wolken. Zudem war es auch eisig kalt. Uebernachtet haben wir dann gleich dort in der Naehe.

*Tag 2 (23.11.04)*

12 Apostel -
Auch mit einem praechtigen sonnenaufgang wollte es nicht klappen. 2h harrten wir in unsere Schlafsaecke gehuellt, aber die Wolken machten uns mal wieder einen Strich durch die Rechnung. Erst gegen 9 Uhr kam dann endlich die Sonne raus und tauchte die Felsen in ein schoenes Licht.

Loch Ard Gorge -
5km weiter machten wir wieder Halt. In der Loch Ard Gorge strandeten vor ueber 100 Jahren die einzigen 2 Ueberlebenden eines Schiffsungluecks. Dieser Abschnitt der Great Ocean Road heisst auch Shipwreck Coast. Hier konnte man wieder an den Strand runter klettern und tolle vom Meer geschaffene Felsformationen sehen. Ausserdem gab es ein sogenanntes Blow Hole. Da hatte sich das Meer einen ca. 100m langen Tunnel durch den Fels gegraben und quasi ein Loch ins Festland gespuelt. Wenn das Wasser durch den Tunnel gedrueckt wird, klingt das wie ein Donner.

London Bridge -
Die London Bridge war bis vor ein paar Jahren eine kleine Landzunge mit 2 ausgehoelten Boegen. Bis ein Bogen einstuerzte und eine Insel mit nur noch einem Bogen uebrig lies. Von den Aussichtspunkten kann man teilweise sogar sehen, dass unter dem Sand im Wasser noch Felsboden ist.

Bay of Islands -
Bevor die Great Ocean Road fuer eine Weile die Kueste verlaesst, kann man in der Bay of Islands Dutzende groesserer und kleinerer Felsen und Inseln sehen. Der Stein wird hier schon wieder rot, also nicht meher so gelb wie an den 12 Aposteln.

Warrnambool -
Hier ging es wieder an die Kueste. Eigentlich wollte wir einen Hafen ansehen, der dem 19. Jahrhundert nachempfunden wurde. Aber der Eintritt war uns zu teuer, also sind wir nur etwas herumspaziert.

The Grampians -
Die Grampians sind ein Gebirge in Victoria. Das ganze Gebiet ist ein Nationalpark. Am fruehen Abend sind wir dort angekommen und haben gleich mal den naechsten Deutschen aufgegabelt. Mit Toby sind wir dann zu den Balconies gefahren und gelaufen. Haben tolle Fotos gemacht und uns den Sonnenuntergang angesehen. Ich kann nicht genau sagen, wie weit es da runter ging, das hat man nicht gesehen.

*Tag 3 (24.11.04)*

The Grampians -
Am 2. Tag in den Grampians sind wir zuerst zu den McKenzie Falls gelaufen. Da ging es ganz schoen viele Stufen runter und wieder hoch. Danach haben wir noch eine Wandertour zum Pinnacle, einem Aussichtspunkt, und zurueck gemacht. Insgesamt 6h! Zwischendrin haben wir noch in einem Wasserfall gebadet. Ganz schoen rutschige und kalte Angelegenheit. Wir waren ganz schoen fertig nach diesem Tag. Abends gab es dann noch ein Barbecue, umringt von Hunderten von weissen Kakadus.

*Tag 4 (25.11.04)*

Adelaide Hills -
Eigentlich waren wir zuerst Richtung Kangaroo Island gefahren. Aber die Faehre waere fuer uns und das Auto zu teuer gewesen. Also sind wir in die Adelaide Hills gefahren in den Cleland Wildlife Park. Diese Wildlife Parks sind wie riesige Streichelzoos. Hab meinen ersten Koala und mein erstes Kangaroo gestreichelt und wurde von einem Emu verfolgt. Ausserdem haben wir Dingos und Tasmanische Teufel gefuettert. Aber aus sicherer Entfernung.
Nachmittags sind wir nach Glenelg an den Strand und abens haben wir in den Hills auf einem Campingplatz geschlafen.

ADELAIDE:

Die Hauptstadt von South Australia liegt in einer grossen Bucht und bleibt damit von den eisigen antarktischen Winden wie an der Great Ocean Road verschont. Eingerahmt vom Meer und den Adelaide Hills hat Adelaide aber bei weitem nicht so viel zu bieten wie Melbourne oder Sydney. Dass das beliebteste Ziel der Backpacker in meinem Hostel die Schokoladenfabrik ist, sagt schon viel aus. Die Innenstadt ist ueberschaubar und man in ein paar Minuten alles zu Fuss erreichen. Mittelpunkt ist die Rundle Mall, eine Fussgaengerzone mit vielen tollen Geschaeften und in Lebensgroesse in Bronze gegossenen Schweinen an Muelleimern. Ansonsten ist Adelaide sehr entspannt, hier ist abends in den Strassen immer was los und fast an jedem Wochenende irgendein Festival. Am bekanntesten Strand in Glenelg war ich auch schon Baden.
Adelaide wirkt nie zu gross und ich wuerde sagen, hier koennte ich es fuer laenger aushalten. Allerdings nicht als Backpacker. Dafuer ist es zu geruhsam.

TOUR ADELAIDE - ALICE SPRINGS

*Tag 1 (30.11.04)*

Morgens kurz nach 6 Uhr ging es los auf grosse Outbacktour. Wir waren eine lustige kleine Truppe. Scorch, unser Tour Guide war echt klasse und hat uns viel beigebracht ueber das Outback, Tiere und die Aborigines. Dann waren da noch Laura, die kiffende Psychiaterin, und Cyril aus Frankreich; Lee aus England mit einem furchtbaren Akzent und Katharina aus der Naehe von Torgau. Den Vormittag sind wir erstmal nur Richtung Flinders Ranges gefahren. Und schon bald verliessen wir die geteerten Strassen. Nach einer Mittagspause in einem kleinen Outback-Kaff kamen wir den Bergen langsam naeher. Wir haben die ersten Kangaroos gesehen und die Landschaft wurde immer interessanter. Rote Erde, weizenfarbenes Gras, gruene Baeume, rote und schwarze Felsen. Am Wilpena Pound (sieht aus wie ein riesiger Vulkan, der mal ausgebrochen ist, wie ein Meteorkrater) haben wir eine kleine Walkingtour gemacht zu ein paar Hoehlen mit Aborigine-Malerei. Dann sind wir weiter in den Norden der Flinders gefahren zu unserer Herberge. Eine Handvoll Haeuser mit Campingplatz. Aber zum Glueck konnten wir die erste Nacht in einem Haus schlafen, denn es hat richtig gestuermt.

*Tag 2 (01.12.04)*

Nach einem kleinen Morgenspaziergang ging es weiter ins Nirgendwo. Entlang der frueheren Old Ghan Railway Strecke besuchten wir Talc Alf, einen merkwuerdigen Einsiedler, der Kunsthandwerk aus Speckstein betreibt. Er lebt ohne Elektrizitaet, verwendet alles wieder, kaempft fuer die Aborigines und das deren Flagge Teil der Australischen wird und er hat seine eigene Theorie, was die einzelnen Buchstaben des Alphabets bedeuten und somit auch Namen. U heisst z.B. untergehende Sonne. Weiter ging es zum Leigh Creek Coalfield, einem risegen Kohletagebau. Danach zum Lake Eyre, einem grossen Salzsee, der aber die meiste Zeit des Jahres ausgetrocknet ist. Dennoch ist der Boden weiss wie Schnee. Nach einem langen Tag in der Hitze goennten wir uns ein Bad in einem Spring Pool, einem 2x2m Becken, das aus einer Quelle gespeist wird. Am Ende des Tages sind wir in William Creek gelandet, der kleinsten Stadt South Australias. 9 Einwohner, ein Pub (das Pub ist Voraussetzung, um als Stadt zu gelten). Die Leute hinterlassen im Pub die merkwuerdigsten Dinge. Hab sogar ein Autokennzeichen mit Leipziger Nummer gesehen. Dann kam die erste Nacht unter freiem Himmel im Swag. Es war echt toll, unter den Sternen zu schlafen.

*Tag 3 (02.12.04)*

Von der aufgehenden Sonne geweckt, ging es weiter nach Coober Pedy, der Opal-Hauptstadt Australiens. Nach einer kleinen Stadtrundfahrt (wirklich klein), besichtigten wir eine alte Opalmine und erfuhren, wie Opale entstehen, abgebaut werden, was sie wert sind und wie sie in australien entdeckt wurden. Coober Pedy an sich ist eine merkwuerdige Szenerie. Kein Gruen, nur sandfarbende Felsen, aus denen man unterirdische Haeuser gemacht hat. Selbst die Kirchen sind unterirdisch. Es ist schon irgendwie eine Mondlandschaft. Kein Wunder, dass hier Filme wie "Mad Max" oder "Pitchblack" gedreht wurden. Nachmittags haben wir noch den Dingo Zaun gesehen, der sich durch halb Australien zieht, um die Dingos im Norden und fern von den Schafen zu halten. Ausserdem waren wir in den Breakaways, die aussehen, wie die Ueberreste eines Tagebaus, aber ganz natuerlich entstanden sind. Da hat man alle Farbtoene von braun, rot, orange, ocker, beige und weiss. Die Nacht haben wir stilecht unter der Erde verbracht, d.h. der Eingang war immer noch ebenerdig.

*Tag 4 (03.12.04)*

Heute ging es endlich los ins Herz von Australien, ins Red Centre zum Uluru (Ayers Rock). Doch bevor wir dort ankamen, stand uns eine lange, heisse Fahrt bevor, bei der unser Tourbus dann schlapp machte. Gerissener Keilriemen und die Klimaanlage gab ihren Geist auf. Letztendlich haben wir es aber doch noch geschafft, nur leider keine Zeit mehr fuer den Pool. Gleich nach unser Ankunft fuhr uns Scorch an den Fuss des Uluru und gab uns Zeit, die ganzen Eindruecke setzen zu lassen. Der Uluru war wirklich beeindruckend. Er ist das Symbol fuer Australien, man war nicht in Australien, ohne den Uluru gesehen zu haben. Und dann wirklich davor zu stehen, das war wirklich ueberwaeltigend. Mir fehlen selbst jetzt noch die richtigen Worte.
Nach einem recht unspektakulaeren Sonnenuntergang sassen wir noch am Lagerfeuer und haben uns im Didjeridoo spielen geuebt.

*Tag 5 (04.12.04)*

Morgens um 4 Uhr raus aus dem Swag und ab zum Sonnenaufgang. Wir waren wirklich die ersten am Aussichtspunkt und so sassen wir in der ersten Reihe auf unseren Klappstuehlen. Aber nach und nach kamen jede Menge Touristen, kein Klischee, Japaner und Deutsche. Ueberall machte es klick klick und die Ruhe zum Geniessen war dahin. Erst zum Pancake-Fruehstueck mit Blick auf Kata Tjuta (doe Olgas) und Uluru konnte die Szenerie in Ruhe wirken. Gestaerkt ging es dann zum Wandern in das Valley of the Winds in Kata Tjuta. Die Berge dort sind von der Beschaffenheit ganz anders. Uluru ist ein Monolith, ein riesiger Gesteinsfelsen. Kata Tjuta besteht aus kleinen Steinen und Felsen, die mit einem versteinerten Lehm zu Bergen geformt wurden. Sieht von Nahem ein bisschen aus wie ein roter Berg mit ganz vielen Pickeln. Bei der Wandertour hab ich mich dann schoen verbrannt, an den Schultern und den Beinen.
Nach dem Mittagessen konnten wir dann endlich im Pool baden und uns abkuehlen. Spaetnachmittags fuhren wir ins Cultural Centre und lernten mehr ueber die Aborigines, ihre Gebraeuche, ihr Leben und ihre Storylines ueber den Uluru. Zum Sonnenuntergang gab es Cracker, Bier, Wein und sogar Champagne. Inmitten einer wunderbaren Kulisse hatten wir einen ziemlich lustigen Abend.

*Tag 6 (05.12.04)*

Wieder 4 Uhr morgens aus dem Swag kriechen und fertig machen zum Sonnenaufgang. Diesmal an anderer Stelle, aber noch mehr Touristen. Doch auf dem Dach unseres Anhaengers hat uns das nicht so sehr gestoert. Es sah sogar sehr lustig aus, wie die ganzen Japaner da aufgereiht auf ihren Klappstuehlen sassen. Nach dem Fruehstueck stand der Base Walk auf dem Programm, d.h. einmal drum rum laufen. Scorch hat uns dazu viel erklaert. Der Uluru ist kein laengliches Oval, er ist vielmehr ein Dreieck. An einigen Stellen darf man keine Fotos machen, weil es heilige Staetten fuer die Aborigines sind.
Nach dem Mittagessen ging es dann wieder in den Bus und ab zum Kings Canyon. Auf der Kings Creek Station haben wir unser Nachtlager aufgeschlagen.

*Tag 7 (06.12.04)*

Ohne Suessigkeiten in meinen Wanderschuhen bin ich aufgewacht. Nach dem Fruehstueck sind wir zum Kings Canyon gefahren und dort gewandert. Wir sind sogar in einem Wasserloch dort schwimmen gewesen. Zum Glueck war es an diesem Morgen nicht so heiss, denn die Strecke war ziemlich anstrengend. Nach dem Lunch ging es dann Richtung Alice Springs. Zwischendurch noch ein kurzer Stopp bei Dinky, dem singenden Dingo, und dann waren wir auch schon da. Abends sind wir in eine tolle Bar feiern gegangen.

ALICE SPRINGS:

Alice liegt irgendwo auf dem Weg von Adelaide nach Darwin inmitten der McDonnell Ranges. Nein, da ist keine Wueste. Der Todd River ist zwar die meiste Zeit des Jahres ausgetrocknet und so muss die bekannte Regatta gezwungener Massen mit anderen Regeln ausgetragen werden (man schnappe sich sein Boot und renne so schnell man kann). Viel von Alice habe ich nicht gesehen, da ich dort ja nur 2 Naechte war. Ausser ein paar Museen (z.B. Royal Flying Doctors Service) kann man da nur Ausfluege in die McDonnell Ranges machen. Es gibt dort jede Menge Aborigines, aber bei den meisten sollte man vorsichtig sein. Leider sind die meisten alkoholabhaengig und nicht wenige kriminell. Generell halten die Leute abseits der Millionenmetropolen recht wenig von Recht und Gesetz.

DEVIL'S MARBLES:

Auf meinem Weg nach Cairns, musste ich unbedingt dort vorbei. Es ist wirklich beeindruckend. Auf einer Flaeche, ungefaehr so gross wie 2 Fussballfelder liegen Hunderte dieser "Murmeln" und abgerundeter Felsen. Einige sind sogar auseinander gebrochen. Ganz gerade in der Mitte durch. Viele stapeln sich auch uebereinander. Wenn man es nicht selbst gesehen hat, ist es wirklich schwer sich vorzustellen und zu begreifen.

CAIRNS:

Cairns ist die Metropole des Regenwaldes. Ob Regenzeit oder nicht, hier ist es meist drueckend schwuel. Aber bei weitem nicht so heiss wie in Alice, jeden Tag zwischen 23 Grad (6Uhr) und knapp ueber 30 Grad (nachmittags). Von hier aus kann man jede Menge Touren in den Regenwald oder ans Great Barrier Reef unternehmen. Ausserdem ist Cairns das Tor zu Asien. Deswegen gibt es hier jede Menge Asiaten, die hier leben, oder asiatische Touristen. Mit meinen blonden Haaren bin ich unter den ganzen Asiaten, Aborigines und West Indies ein richtiger Exot. Mittlerweile habe ich mich an das Anstarren und die Fragen, ob meine Haare immer so aussehen, gewoehnt. Cairns an sich ist aber eher langweilig.

MELBOURNE - ST. KILDA

Wieder zurueck in Melbourne gab es noch eine Menge zu erleben. Mit Kiki und Eva hab ich einen tollen Abend im Crown Casino verbracht, die Night Markets unsicher gemacht und auch den einen oder anderen Nachtclub. Auch zu den Australian Open sind wir gegangen und am Ende wurde ich Opfer des Formel 1 Grand Prix.
In St. Kilda, wo ich die ganzen 7 Wochen gewohnt habe, war immer viel los. Dutzende Cafes und Restaurant, die beruehmten Kuchen-Shops und Strand und Meer. Ich habe es geliebt, am Strand entlang, den Pier hinunter und durch den PArk zu joggen.

CAIRNS

AIRLIE BEACH

In einer schoenen Bucht vor den Whitsunday Islands gelegen, ist Airlie aber eher nur etwas fuer Reiche und Backpacker.

WHITSUNDAY ISLANDS SEGELN

* Tag 1 *

Nach Mittag durften wir unser Zuhause fuer die naechsten 3 Tage betreten, das Boot "Rogue II" (fuer Schiff ist es leider zu klein). Die Crew (Skipper Simon, Stuart und Lily) war echt spitze und wir hatten immer was zum Lachen. Leinen los und Richtung Inseln. Nachmittags stand das 1. Schorcheln auf dem Programm. Wer meine Probleme mit tiefen Gewaessern kennt, der kann sich denken, dass ich damit so meine Probleme hatte. Aber die Korallen und bunten Fische unter sich zu sehen, war echt ein Erlebnis. Als Belohnung gab es eine Champagne- und Garnelen-Mahlzeit. Zum Sonnenuntergang ging es weiter in eine kuschelige kleine Bucht. Am Abend war das Spass und Trinkspielchen angesagt. Die erste Nacht hab ich sogar zur Haelfte auf dem Deck geschlafen.

* Tag 2 *

Mit dem Sonnenaufgang wurde auch das Boot wach und noch vor dem Fruehstueck ging es Richtung Whitehaven Beach, dem wohl weissesten Strand der Welt. In der Bucht haben wir sogar Schildkroeten gesehen, aber die richtig Grossen. Nach dem Fruehstueck konnten wir an Land und ein kleines Sonnenbad nehmen. Nachmittags sind wir wieder Schnorcheln gegangen. Diesmal ein besseres Riff und keine Probleme mehr. Es ist einfach unglaublich, diese Korallen so nah unter sich zu sehen. Man treibt einfach im Wasser, sieht nach unten und ist nur wenige Zentimeter entfernt. Manche Korallen sind so gross wie ein Sessel oder sogar noch groesser. Grosse Muscheln haben wir auch gesehen und einen schoenen tuerkisfarbenen Fisch. Dafuer hab ich mir aber ne schoene Schramme am Fuss eingefangen, wegen der ich jetzt durch die Gegend humpeln muss. Abends sidn wir auf einen Katamaran zur Toga-Party. Kleiderordnung: Bettlaken und nichts drunter. Aber die PArty war lahm und so sidn wir zurueckgekehrt auf unser Boot und zu unseren Trinkspielchen. Ich glaube, so besoffen war ich seit Jahren nicht mehr.

* Tag 3 *

Der letzte Tag und so richtig wollte keiner daran denken. Dafuer hatten wir zuviel Spass zusammen. Der Wind hatte erheblich aufgefrischt und so war das Segeln ein richtiges Abenteuer. Wir lagen echt extrem schraeg im Wasser. Aber es war einfach toll. Mit Ausnahme der staendigen Salzwasserduschen. Das Abschiednehmen wurde uns erleichtert, da wir uns am Abend erneut zum Party machen trafen. Es ging von Bar zu Bar, von gutem Essen zum Wet-T-Shirt-Contest bis wir schliesslich beim naechtlichen Bad in der Lagune gelandet sind. Es war wirklich extrem spaet, aber keine wollte diesen tollen Trip enden lassen.