VINEYARD-WORK: Mein erster Job und auch nur fuer knapp 6h, bis es mich entschaerft hatte. Ich durfte auf dem Weinfeld Wasserschlaeuche an ein Drahtseil klammer, ungefaehr 30cm ueber dem Boden. Hatte nach 3h ne fette Blase am Mittelfinger und geschwollene Haende. Nie wieder!

DISH WASHING: Gleich noch am selben Tag. Einfach nur vorspuelen fuer die Spuehlmaschine, diese ein- und ausraeumen. Ganz einfach, aber man muss schnell sein. Da hab ich in 3 1/2h 50$ verdient.

GRAFTING: Mein erster richtiger Indoor-Job. Den lieben langen Tag an kleinen Aesten die Knospen abschneiden oder veredelte Knospen oben mit nem Gummin festbinden. Ging ganz schoen auf dei Schultern, aber es gab 12.50$ pro Stunde und es war drinnen.

TOMATO PICKING: Tomaten ernten, die Planzen verschneiden und Pilze entfernen. Ab und an auch die schimmeligen Tomaten vom Boden einsammeln. Das ganze in einem Gewaechshaus. Ist zwar trocken, aber wenn es draussen heiss wird, ist es die reinste Sauna. Meine Haende und Naegel sind von diesem gelben Staub auf den Tomaten ganz gruen und das geht auch nicht mehr richtig ab. Zudem brennt dieses Zeug auf der Haut, wenn es mit Wasser in Beruehrung kommt. Aber es ist auch der erste Job, wo ich mit richtigen Australiern zu tun habe - und meist nur dei Haelfte verstehe.

REISEBUERO: Das Reisebuero heisst "Peter Pan's" und ist speziell auf Backpacker ausgerichtet. Zu meinen Aufgaben gehoert, vor der Tuer Flyer zu verteilen, Leute fuer das Internet ein- und auszutragen, das Geld dafuer zu kassieren, den Raum und die Computer sauber und ordentlich zu halten, Prospekte einzusortieren, Kreditkartenzahlungen zu machen, Fotos auf CD zu brennen, ab und zu mal einkaufen gehen und manchmal Buchungen per Telefon zu machen. Die Leute sind echt total nett, ich bekomme Internet immer umsonst und ab und zu auch mal was zu Trinken und zu Essen. Bezahlt werde ich nicht bar, sondern den Betrag, den ich erarbeitet habe, kann ich in Touren oder Buspaesse oder aehnliches umsaetzen.

KELLNERN: Dazu brauch ich sicherlich nicht so viel erklaeren. Ich nehme Bestellungen an, serviere und kassiere. Daneben halt noch Tische abraeumen und sauber machen. Anders als im Rest der Welt gibt man aber in Australien und Neuseeland kein Trinkgeld. Deswegen ist dieser Job nicht gerade eintraeglich. Und nach 6h umherlaufen tun einem auch tierisch die Fuesse weh.

HOUSEKEEPING (Zimmermaedchen): In Port Douglas (1h noerdlich von Cairns) arbeite ich im Sheraton Mirage, einem 5-Sterne-Resort. Dort putze ich die Villen. Wir sind immer in Teams unterwegs, wechseln die Laken und Handtuecher, saugen und wischen, reinigen die Baeder und die Kueche. Der Job ist nicht unbedingt jedermanns Sache, auch ich musste mich am Anfang durchringen, die Toilette von anderen Leuten sauber zu machen. Aber die meisten Kollegen sind nett. Das Essen ist umsonst und wenn Leute abreisen, koennen wir deren uebriges Essen minehmen. Allerdings habe ich jeden Tag jeweils 1h Fahrt hin un zurueck. D.h. ich hab nicht mehr viel vom Tag uebrig.

SANDWICH-IMBISS:
Ich belege Schnitten oder Broetchen je nach Wunsch des Kunden. Das geht von Margarine und anderen Brotaufstrichen ueber Schinken, Kaese, Schnitzel und Roast Beef hin zu Gemuesen aller Art (Salat, Tomaten, Gurke, Moehren, Paprika, Sprossen etc.). Zudem mache ich frischgepresste Saefte und Milchshakes, verkaufe Softeis, Fruchtsalat und Salate und Getraenke.