Jakobsweg 2011

Das süße Leben

Ab morgen beginnt wieder der Ernst des Lebens! Doch bis dahin genieße ich noch die angenehmen Seiten des Lebens. Gerade sitzen wir auf einer Wiese an der Saar und die Holzkohle glüht vor sich hin. Gleich gibt's Thüringer Roster. Daniel hat nur das Ketchup vergessen. Zur Strafe gibt's ein Foto von ihm.



Das Wetter ist toll. Ich lese, ich schreibe (nix für die Arbeit), ich bin entspannt. Keine Hektik, ich erledige alles langsam und in Ruhe. Ich hoffe, ich kann mir letzteres bewahren. Daniel fragte mich vorhin, ob alles okay sei, ich sei so still. Ja ich denke ich bin etwas ruhiger geworden auf dieser Reise. Wie ein Wasserfall rede ich nur noch ab und zu ;-)

Wer im Facebook ist, der kann noch ein paar Fotos von mir sehen. Eine befreundete Pilgerin aus Schweden hat sie eingestellt und mich markiert. Vielleicht gefällt's euch ja.

2 Kommentare 8.5.11 18:29, kommentieren

Beweisfotos

So, ich bin seit gestern Abend wieder zuhause in Saarbrücken. Aber hier ist nochmal das Beweisfotos vor der Kathedrale in Santiago. Von links: Anja, Simone, Adani und ich.



Das war gegen halb neun am Dienstag, anschließend sind wir ins Pilgerbüro und haben unsere Compostela geholt. Ich habe die religiöse Variante, weil ich bei Gründen spirituelle und andere Gründe angegeben hatte. Die religiöse sieht genauso aus, nur die für nur andere Gründe sieht anders aus, aber auch sehr schön.



Der Tag in Santiago war sehr merkwürdig, so ungewohnt hektisch. Reinlaufen, Compostela holen, was zum Frühstück suchen, Unterkunft suchen, Pilgergottesdienst, danach zurück in die Unterkunft, umziehen und dann einkaufen (Klamotten und Souvenirs). Gegen 18 Uhr dann anstellen für ein kostenloses Pilgermahl in einem 5-Sterne-Hotel, danach nochmal letzte Zeit für Souvenirs kaufen. Zurück ins Hotel und packen, erst dann gab es nochmal Zeit, gemütlich mit Leuten zusammen zu sitzen, Wein zu trinken und spanischen Käse zu essen. Und am Mittwoch musste ich nach dem Frühstück schon aufbrechen in Richtung Flughafen.

Das richtige Gefühl von Ankommen hatte ich eher am Montag, als wir von der Herberge in Monte do Gozo aus Santiago sehen konnten. Da war dieses Geschafft-Gefühl da, dieses kleine Glücksgefühl von "Du hast es geschafft, die Strapazen haben sich gelohnt".

Jetzt muss ich erstmal vieles Sacken lassen und viele Gedanken kommen jetzt erst. Aber ich werde das hier noch ein wenig weiterführen und weiter Fotos reinstellen.

4 Kommentare 5.5.11 13:07, kommentieren

Ich bin da und wieder weg

So, heute morgen war es endlich soweit. Nachdem wir gestern in Monte do Gozo angekommen waren und Santiago und die Kathedrale schon sehn konnten, sind wir heute morgen hingelaufen. Wir haben unsere Compostela, also die Pilgerurkunde abgeholt (da heisse ich ich jetzt uebrigens Uldarikem, die haben Namen alle irgendwie lateinisch gemacht), gefruehstueckt und ein Hotelzimmer bezogen. Um 12 Uhr war Pilgergottesdienst in der Kathedrale und wir haben danach die Statue des Heiligen Jakobus umarmt (ist so Brauch) und die Krypta gesehen.

Jetzt bin ich zwischen shoppen und Souvenirs suchen mal schnell ins Internetcafe gehuepft, um fuer den Rueckflug morgen einzuchecken. Alzu tiefgruendige Sachen duerft ihr heute nicht von mir erwarten. Erstens ist das Internet teuer und zweitens habe ich gerade zuviel zu erledigen, um mir da gross Gedanken zu machen. Aber keine Sorge, das werde ich nachholen. Sobald ich zuhause bin, werd ich das Ganze noch ein wenig aufbereiten. Und natuerlich noch ein paar Fotos reinstellen! Zum beispiel von der Kathedrale. Oder der Compostela. Es lohnt sich also trotzdem noch, hier vorbeizugucken.

Danke, dass ihr mich auf meinem Weg begleitet habt!
Und wer Lust bekommen hat, das selbst zu machen, schreibt mir ruhig. Oder ruft an, wenn ich wieder daheim bin (was morgen spaet nachmittags der Fall sein wird).

Hasta luego!

2 Kommentare 3.5.11 16:35, kommentieren

It's all about acceptance

Das ist heute mein Spruch des Tages. Und irgendwie auch meines Jakobsweges. Hatte da vorhin ein sehr anregendes Gespräch darüber mit einer Amerikanerin.

Grenzen akzeptieren, die Gewohnheiten und Einstellungen anderer Leute, das Wetter - da gibt es so vieles, das wir akzeptieren müssen. DENKT DRüBER NACH! und diskutiert mit mir!

1 Kommentar 2.5.11 22:02, kommentieren

Mein Rudel

Mit diesen vier Leuten bin ich die vergangenen zwei Wochen gepilgert. Mit Anja (rechts) bin ich immer gelaufen. Simone (Zweite von rechts) läuft mit Hund (Adani) und ist immer in der gleichen Herberge, wir sind auch schon zusammen gelaufen.Christian (Zweiter von links) war seit Leon immer gleich oder ähnlich wie wir unterwegs und irgendwann gehörte er dann dazu. Und Olli haben wir vor ein paar Tagen aufgegabelt. Aber leider ist das Rudel - so nennen wir uns, weil wir quasi Adanis Rudel sind - heute seine letzte Etappe gelaufen. Wir sind nur noch 5km von der Kathedrale entfernt. Santiago, wir kommen morgen!

2 Kommentare 2.5.11 16:56, kommentieren