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Tag der Arbeit

Einen schönen ersten Mai wünsche ich euch allen! Und da heute Tag der Arbeit ist, brechen wir gleich auf zu 38km und 700 Höhenmetern!

Aber da heute ja Feiertag ist ,haben wir länger geschlafen und uns ein reichhaltiges spanisches Frühstück gegönnt. Mit Churrors, die man in eine dicke heiße Schokolade taucht, Croissants und Milchkaffee für Daniel. Und jetzt suchen wir noch einen Laden, der offen hat ,um Wasser zu kaufen. Leitungswasser kann man meist nicht trinken, weil es stark gechlort ist.

Also, Venga! Hasta Luego!

1.5.14 10:07, kommentieren

wir sind da!

Gestern, kurz vor 19 Uhr, war es soweit. Wir sind nach 71km und 970 Höhenmetern an diesem Tag vor die Kathedrale von Santiago gefahren! Ja, wir sind das letzte Stück in einem Rutsch durchgefahren, statt an zwei Tagen. Denn ein gutes Stück Weg ging nur bergab und wir waren nach 2 Wochen radfahren schon richtig gut trainiert. Vielleicht war es auch die Vorfreude auf Santiago, die uns so vorangetrieben hat. Auch wenn die Anstiege teilweise hart und steil waren, es lief irgendwie richtig gut. Und der Anblick der Kathedrale entschädigte für alle Strapazen der vergangenen beiden Wochen. Für die müden und schmerzenden Muskeln, den plattgesessenen Popo, die 3 platten Reifen, das fast abgerissene Schlauchventil, die kaputten Speichen, den ramponierten Fotoapparat, den wenigen Schlaf in nur teilweise bequemen Betten, den eisigen Wind, den Regen, das kalte Wetter, den Sonnenbrand.

Wir sind gut 750km von Caceres nach Santiago gefahren. Wir haben 2 Pässe bei etwa 1300 Metern überquert und unzählige Höhenmeter überwunden. Wir sind über 2000 Jahre altes römisches Pflaster gewandelt. Sind durch die Extremadura, Kastillien und Galicien geradelt. Über matschige und sandige Wege auf Weiden mitten im nirgendwo. Vorbei an schneebedeckten Bergen, durch malerische Täler und über einsame Felder. Wir haben in heißen Thermalquellen gebadet und das spanische Savoir-vivre genossen. Wir haben tolle Menschen getroffen und sei es nur für einen Tag.

Viele haben uns gefragt, warum wir uns im Urlaub soetwas "antun". Weil Erholung nicht beim Ausruhen anfängt. Weil dies Erfahrungen unbezahlbar sind und mehr als ihre bloße Summe. Weil das nur verstehen kann, wer es selbst erlebt hat. Das ist mehr als etwas sehen und dann weitergehen. Das ist mehr als Erleben. Das ist Erfahren. Deshalb.

3.5.14 12:46, kommentieren